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Auch dieses Kapitel ist veränderlich. Ergänzungen besonders in den ersten beiden Wochen sind wahrscheinlich. Hinweise in WKW-Foren oder per Email werden gerne berücksichtigt. |
HP-Veröffentlichung 28.10.08, 2. Ergänzung 30.10.08 Line Dance Fibel - Ilse Koempel Besuch von Veranstaltungen
Heute ist Country Night ! Irgendwann ist Dein Trainer der Ansicht, dass Du genügend Tänze ausreichend gut beherrschst, um ihn und die fortgeschrittenen Tänzer Eurer Gruppe bei einem gemeinsamen Veranstaltungsbesuch nicht zu blamieren. Er sucht eine Veranstaltung aus, meist die eines befreundeten Clubs, bespricht sie mit der Gruppe und bestellt die entsprechende Anzahl Plätze. Vielleicht kassiert er auch zur Stärkung Eurer Zuverlässigkeit den Eintrittspreis bereits von Euch und kauft Karten. Selbstverständlich sagst Du für diesen Abend alle anderen Einladungen ab, vom Verwandtengeburtstag bis zum Klassentreffen. Solltest Du durch schwerwiegende Umstände, zu denen ausschließlich Krankheit oder Wasserrohrbruch gezählt werden, dennoch an dem betreffenden Abend verhindert sein, wird er Deine Karte möglichst verkaufen oder an der Kasse zurückgeben. |
Bei dieser Gelegenheit sei deutlich ausgesprochen, dass das „Mitnehmen“ von Neulingen, die über praktisch keine Tanzkenntnisse verfügen, für sie ein stundenlanges Frusterlebnis bedeuten kann. Das Gleiche gilt für nichttanzende Partner. Denn viele Liners verwandeln sich von sonst freundlichen und fürsorglichen Zeitgenossen leider in rücksichtslose Egoisten und beenden Gespräche mit einem unhöflichen „Sorry, aber den kann ich!“, sobald die ersten Takte eines Songs beginnen, zu dem sie tanzen können. Ausnahmen sind möglich, aber der Autorin nicht persönlich bekannt. Falls Euren noch zu tanzunerfahrenen Freunde oder Euren Partnern allerdings Unterhaltungen am Tisch oder in beruhigten Zonen möglich und sie auch kontaktfreudig genug sind, auch mal mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen, kann dies doch für alle ein schöner Abend werden. Und Veranstalter freuen sich über zusätzliche Umsätze zur üblichen Wasserbestellung der Liners! |
Wenn Ihr nah zusammenwohnt und die gleiche Vorstellung von Ankunfts- und Heimfahrtzeit habt, verabredet Ihr Euch zu Fahrgemeinschaften. Wohnt Ihr in größerer Entfernung voneinander, trefft Ihr Euch am Eingang der Veranstaltungslokalität, oft eine Turnhalle oder ein Bürgerhaussaal. Ihr beginnt in einer ausreichend frühen Stunde des Nachmittages mit Euren Vorbereitungen für den Abend. Eure Stiefel sind selbstverständlich bereits geputzt, die Kleidung und alles Gewünschte wie Belt & Buckle, Stiefelkette, Bolotie, Halskette, Ohrringe, Uhren, Armbänder und Ringe - "Slaves", wenn Ring und Armband mit einem Kettchen verbunden sind - (Leder- und Feder-)Haarspangen, weiteres schmückendes Zubehör und Hut hängt bzw. liegt griffbereit im CW-Schrank. Ihr seid rechtzeitig geduscht, Eure Haare sind geföhnt und vielleicht auch gestylt, und falls Ihr an diesem Abend statt Brille Kontaktlinsen tragt, sind die eine Stunde vorher eingesetzt, eventuelle Staubkörner darunter rechtzeitig entfernt, und die Augen haben sich wieder beruhigt. Cowboy hat sowieso alles Benötigte in zahlreichen Jeanstaschen verstaut. Cowgirl packt Ausweis, Führerschein, Schlüssel, Geld, Lippenstift, Kamm und Fächer um in die Fransentasche. Und mein Mann hat mich darum gebeten zu erwähnen, dass er von zahlreichen Hilfsleistungen in letzter Minute jedesmal erschöpft in einen Sessel sinkt und sich auf einen ruhigen Abend freut, sobald ich die Wohnungstür hinter mir schließe. Danke, Mike! Ihr trefft Euch also pünktlich, bewundert gegenseitig Euren aus den Trainingsstunden ungewohnten Country-Look, begrüßt Euch mit Wangenküssen (Kopfdrehung zuerst nach links zum Berühren der rechten Wangen, man kann es nicht oft genug erwähnen). Bei uns Heart Liners gibt es keine oder nur selten Kleiderabsprachen, was ich bedaure, und so ist es bei uns eher Zufall, einmal einheitlich unsere Hemden und Blusen oder auch unsere T-Shirts zu tragen. Starke Individualisten, die ich hier mit allem Respekt als Szene-Originale bezeichnen darf, mögen ohnehin das Einheitliche nicht und fallen in angenehmster Weise durch ihre in der Regel eleganten und teuren besonderen Outfits auf. Und nicht zu vergessen die Trucker- und Biker-Originale, die leider immer weniger zu unseren Veranstaltungen erscheinen (Lautstärken lassen oft Unterhaltungen nicht zu!) und der Szene fehlen! Die früher üblichen „Colours“, die Lederwesten ohne Ärmel, auf denen Clubembleme auf dem Rücken aufgenäht oder aufgestickt waren, sind leider ebenfalls bis auf wenige Ausnahmen aus der Szene verschwunden. Die meisten Clubs kleiden sich jedoch weiterhin einheitlich und zeigen ihre Zusammengehörigkeit durch gestickte oder aufgenähte Clubabzeichen auf Western-Style Blusen und Hemden. Da inzwischen sehr viele CW-Tänzer Sportvereinen angehören, sind T-Shirts mit Vereinsaufdruck inzwischen gleich oft zu sehen, genauso wie spezielle Tanzschuhe und Tanzsportschuhe. Zu neutraler Kleidung getragene Westernhüte oder sonstige Zeichen der Szenenakzeptanz werden erfreut zur Kenntnis genommen. |
Zu den „Hüten“ eine besondere Bemerkung: Country-Bands, der Name sagt es, verfügen über ein Repertoire an Country-Songs, haben aber meist auch Non-Country Songs wie Zjossies Funk oder Chill Factor „drauf“. Da sie in der Regel vor Beginn einer Veranstaltung keine feste Songauswahl treffen und diese nach Gefühl für die Zusammensetzung der anwesenden Gäste zusammenstellen, gebt Ihr den Bands Hilfe, wenn Ihr durch Eure Kleidung/Hüte bzw. Eure Clubnamen auf Eurer Kleidung darauf hinweist, welche mehrheitlich bevorzugte Musikrichtung erwünscht ist. Die Meinungen darüber, ob bei speziellen Country Nights tatsächlich ausschließlich zu Country-Musik getanzt werden soll, oder ob als Pausenmusik auch Non-Country-Songs aufgelegt werden sollen, gehen auseinander. Deshalb kann ich nur meine Einzelmeinung dazu äußern: Viele Non-Country Tänze sind sehr sportlich, sehenswert, zum Teil auch lustig, und Cowboys und Cowgirls, die sie nicht auch beherrschen, schauen vielleicht wie ich auch gerne einmal zu. Und ich habe nicht selten genauso wie andere auch schon applaudiert. Zur Pausenmusik selbst: Manchmal bietet eine Band auch die (zu ihrem eigenen Musikstil passende) Pausenmusik selbst an und schließt damit aus, dass vom DJ Songs aus dem Repertoire der Band aufgelegt werden. Damit kann aber oft regionalen Wünschen nicht nachgekommen werden, da reisende Bands diese nicht kennen (können). Deshalb legt in der Regel ein DJ des betreffenden Veranstalters oder auch speziell engagiert auf bzw. stellt entsprechend heutiger moderner Mittel die Songs auf seinem Computer zusammen. Das heißt nicht, dass er während des Spielens der Songs „Zeit“ hat, nach Euren Sonderwünschen zu suchen und sie in das laufende Programm einzubauen. Es ist gutes und rücksichtsvolles Benehmen, ihn wenn überhaupt bereits v o r Beginn der Veranstaltung Eure Musikwünsche zu nennen oder diese möglichst früh in eine eventuell ausliegende Liste einzutragen. Ein höflicher Liner nimmt auch kritiklos hin, wenn ein DJ Euren Musikwunsch nicht spielt, vielleicht weil er einen Song nicht hat oder kennt. Oder er weiß nicht, ob ein Song auf einer mitgebrachten selbstgebrannten CD legal gekauft und die Qualität akzeptabel ist. Vielleicht reicht auch einfach die Zeit nicht für alle Wünsche, oder ein Wunsch ist so ausgefallen, dass der DJ Zweifel hat, ob weitere Gäste Vergnügen damit haben werden. Dem DJ gebührt genauso wie der Band nach Ende der Pause oder wie meist am Ende eines Abends nach besonderer Vorstellung durch die Band oder den Veranstalter ein dankbarer Applaus. Ich selbst finde es übrigens nicht schön, wenn in den Pausen einem anderen Club bei deren unbekannten Tänzen zu unbekannter Musik oft eine ganze CD lang zugeschaut werden muss. Sicher ist es für die ehrgeizigen Lerner wünschenswert, die zahlreichen Tänze aus ihrem Training auch draussen zu tanzen. Für die übrige Mehrheit ist es langweilig. Ein solcher Sondertanzverband kann die Stimmung eines Abends zerstören, und ich habe schon erlebt - Ironie ! - dass eine Selbstdarsteller-Club nach der zweiten Pausen-"Vorstellung" einen ganzen Saal lustlos zurückgelassen hat und wegen "mangelnder Stimmung" weitergezogen ist. Auch hier sind Veranstalter gefragt. Und viele von uns kennen Bandchef und Frontsänger Didi, der nach seiner Begrüssung freundlich aber deutlich darauf hinweist, dass gerne Wünsche geäußert werden können, dass die Band aber spielt, was sie will. Für treue Fans werden aber von allen Bands Ausnahmen gemacht. Ich habe gerade auf der Home Page eines Clubs gelesen, dass um Einreichung von Songwünschen für die Bandpausen einer demnächst stattfindenden Veranstaltung bereits jetzt gebeten wird. Der Webmaster bzw. der veranstaltende Club wird in Absprache mit der Band „doppelte“ Wünsche streichen und aus den übrigen Vorschlägen diejenigen auswählen, die am häufigsten genannt wurden. Mit zusätzlichem Zeitaufwand verbunden, aber sehr gastfreundlich und deshalb optimal - finde ich. Bei einer Veranstaltung in der Pfalz im Sommer lag eine vom veranstaltenden Club zusammengestellte Liste der Pausenmusik incl. Tanzvorschlägen auf jedem Tisch, und da es eine Country Night war, wurde dort ausschließlich CW-Musik auch in den Pausen gespielt. Das Auslegen der Pausensongliste ist zwar etwas weniger spannend, hat aber auch den Vorteil, daß der Saal auch mal verlassen werden kann, ohne dass draussen alles (während des Essens zum Beispiel Messer und Gabel) fallengelassen und zurückgespurtet wird, wenn der momentane Lieblingssong erklingt. Bei der gleichen Veranstaltung und auch in Kelsterbach und vielleicht auch schon anderswo wurde auch ein Tanzbodendiagramm mit eingezeichneter Außenbahn für Couple-Dancers auf den Tischen ausgelegt, in der Pfalz noch mit dem Hinweis für Liners „Wir stellen uns mit Blickrichtung Band auf“. Sicher könnten noch zusätzliche kleine Unterstützungen gegeben werden, zum Beispiel ob beim Old Barn Dance gewechselt wird und wie. Ich finde, dass dies sehr gute Hilfen zur Beruhigung eines Tanzvergnügens sind, da es den Tänzern erspart, ständig in "Alarmbereitschaft" zu sein und zu schauen, welchen Anderstänzern sich jetzt gerade hochflexibel anzupassen ist, wenn man nicht beharrlich das Begonnene weitertanzen will. Und nein - auch wenn ich unsanft auf dem Tanzboden der Realität angekommen bin (ganz lieben Gruss an Silke :-) und bei dieser Gelegenheit auch nochmals ein Danke an die WKW-Projekt-Gruppe Line Dancer's Freud/Leud und natürlich auch an die WKW-Gruppe Linedance Fans für ihre Unterstützung bei der Klärung von Fibelfragen!): Das Chaos muß nicht so bleiben, wie es jetzt ist. Das Chaos sind wir, und - wie immer bei Kommentaren ist dies nur meine persönliche Meinung - nicht immer höhere Flexibilität, sondern Vereinfachung und Unterstützung von Veranstaltern ist vorteilhaft. Einige Veranstalter benötigen aber auch unsere Hilfe, das Wissen der "alten (Tanz-)Hasen" (die auch meist Teachers sind) und unsere Bereitschaft, einige Regeln zu akzeptieren, um das Tanzvernügen wieder in den grünen Spaßbereich zu bringen! Der Erwartung einiger Veranstalter, dass Tänzer "alles unter sich" regeln sollen, ist in Wirklichkeit ein Eingeständnis, dass ihnen die Situation aus der Hand geglitten ist, und für uns hats die Folgen, dass beim Tanzen diskutiert oder resigniert die Tanzfläche verlassen wird. Zuviel Individualismus ist beim Line Dance zunehmend hinderlich und ärgerlich. Wir wollen nicht diskutieren, sondern tanzen, und deshalb die herzliche Bitte an diejenigen Veranstalter, für die das nicht selbstverständlich ist, nicht allein für "Musik und leibliches Wohl" zu sorgen, sondern sich in Abstimmung mit DJs und Bands vorab ein paar Gedanken auch um den tänzerischen Ablauf zu machen. Einige Bands sagen Tanzvorschläge - auch den Wechsel beim Old Barn Dance - an, scheinen aber immer weniger gehört zu werden. Muß übrigens ein merkwürdiger und unangenehmer Moment für einen Sänger sein, wenn er Wechsel ansagt und unten das Durcheinander beginnt. Falls Ihr schonmal 100 und mehr Paare einen synchronen Old Barn Dance tanzen gesehen habt, wißt Ihr aber auch, welch grandioses Bild das sein kann. Es ist nicht so wichtig, ob überall gleich getanzt wird oder ob vielleicht in Berlin, Leipzig, Dresden, Frankfurt, Stuttgart oder München - und weil die WKW-Gruppe inzwischen aus internationalen Mitgliedern besteht, auch deren Heimat eingeschlossen - eine abgewandelte Version einer Tanzbeschreibung bevorzugt wird. Oder ob vielleicht ein ganz anderer Tanz statt des uns gewohnten zu einem Song getanzt wird. Tanzen wir ANDERSWO, gilt selbstverständlich die Empfehlung der Dance Floor Etiquette, sich anzupassen. Aber dort, wo jeweils unser ZUHAUSE ist und regionale Abstimmung möglich wäre (zum Beispiel durch guten Kontakt der Teacher untereinander und Einigung auf einige "Basics"), möchte man sich doch entspannt wohlfühlen, oder? |
Jetzt fahrt Ihr also gemeinsam oder allein zum Veranstaltungsort und findet den auch auf dem direkten Weg, da ihn entweder jemand kennt, ein Navy den Weg ansagt, oder vorher in Google Maps die Route angeschaut und vielleicht auch ausgedruckt worden ist. Einige Kilometer vor Ankunft fallen Euch bereits Fahrzeuge mit Kennzeichen anderer Landkreise, Air Brush-Paintings mit CW- oder Indianermotiven, Südstaaten-Fahnen in den Auto-Heckscheiben, kleinen Traumfängern am Innenspiegel oder Aufklebern von Bands oder Clubs auf, die in die gleiche Richtung fahren. Meist weisen dann auch innerorts von den Veranstaltern angebrachte Schilder den Weg. Ihr trefft Eure Tanzfreunde vor dem Eingang oder wartet dort auf sie und betretet nach der Begrüßung CKuU (Country-Küsse und Umarmungen) gemeinsam das Gebäude. Im Foyer wird in der Regel an Ständen Szenezubehör vielfältiger Art angeboten, Ihr schaut Euch alles aber erst später in einer Bandpause an und geht direkt zur Kasse. Dort sagt Euer Trainer, für welchen Club Plätze bestellt sind, gibt die Karten ab oder Ihr zahlt einzeln, dann aber nicht mit großen Scheinen, sondern möglichst passend. Eines der Veranstaltungsclubmitglieder hält einen Stempel in der Hand und sieht Euch fragend an. Ihr bietet Euren linken oder rechten Handrücken oder eine andere sichtbare Fläche Eures Körpers an und erhaltet einen Tintenaufdruck mit meist fantasievollem Motiv, der trotz gründlichem Waschen auch noch am nächsten oder übernächsten Tag sichtbar sein kann. (Der Stempelabdruck BEZAHLT weckt dabei allerdings keine angenehmen Erinnerungen, während die Abbilder von Cowboy-Hütchen und Boots etc. am liebsten wie kleine Tattoos gesammelt würden.) Ihr fragt, wo Euer Tisch ist, und er wird Euch entweder auf einem Plan mit Bühneneinzeichnung gezeigt, oder Ihr werdet bei ausreichender Zeit von einem Clubmitglied dorthin geleitet und müsst so nicht alle Tische nach Eurem Reservierungsschild absuchen. Auf diesem meist sehr dekorativen Schild stehen Euer Clubname (vielleicht ist auch dank Internetmöglichkeiten Euer Clubbanner aufgedruckt) und die Anzahl der reservierten Plätze. Nach dem Aufsuchen der Plätze, Ablegen der Taschen und trotz Garderobe meist auch der Jacken schaut Ihr Euch nach Bekannten um, und je nach persönlichem Temperament und Grad der Bekanntschaft lächelt Ihr ihnen zu oder geht zu ihnen an die Tische zur üblichen Begrüßung mit CKuU. Die Band hat den Aufbau inzwischen beendet und spielt erste Tests. Ihr holt oder bestellt Getränke, der Veranstalter begrüßt Euch vom Bühnenmikrofon aus und wünscht eine gute Zeit. Der Bandchef bzw. die Chefin begrüßt Euch ebenfalls, und da die meisten Bands einen bekannten Eröffnungssong spielen und Euer Trainer auch Dich Neuling auf diesen schönen Moment vorbereitet hat, stellt Ihr Euch auf der Tanzfläche erwartungsvoll mit Blickrichtung zur Band in Position und freut Euch auf die ersten Takte und den ersten Musikblock. |
| In diesem Zusammenhang auch gleich eine Benimmempfehlung bei Bestellungen, falls keine Selbstbedienung vorgesehen ist, sondern Speisen und Getränke an Deinen Tisch gebracht werden. Da Du bei Eintreffen vielleicht nicht an Deinem Platz sein wirst, sondern aufspringst und zur Tanzfläche eilst, sobald ein bekannter Song angesagt wird und somit ein Dir bekannter Tanz beginnt: Mute einer Bedienung bitte nicht zu, mit vollem Tablett länger wartend herumzustehen oder nach Dir zu suchen. Lege das Geld deshalb möglichst passend vor deinem Platz auf den Tisch. Wenn Du es nicht passend hast, auch als Schein. Bei Country Nights kannst Du Dich darauf verlassen, dass es dort auch noch liegt, wenn die Bedienung eintrifft, und genauso wird eventuelles Wechselgeld dort unberührt liegen, wenn Du wieder an Deinen Platz zurückkommst. |
Nach dieser wieder recht trockenen Theorie zum Vergnügen und damit zum Tanzen! Dieses Gefühl, zu Live-Musik in einem vollen Saal mit gutgelaunten Menschen gemeinsam zu tanzen und dabei die Musik und den Gesang, die anders als bei digitaler CD-Musik den ganzen Raum füllen, nicht nur zu hören, sondern auch zu spüren, wird immer wieder ein besonderes Erlebnis sein! Und eine besondere Herausforderung . . . |
Da Du Anfänger bist und nur verhältnismäßig wenige Tänze kennst, wirst Du etwas am Rand in der Nähe Deines Ausbilders bleiben, der Dir wenn nötig Hilfe gibt und Dir sagt, ob Du die nächsten angesagten Tänze beherrschst oder besser die Tanzfläche für den einen oder anderen Tanz verlässt. Vielleicht hast Du auch Schwierigkeiten mit den „Wänden“, weil die ganze Optik eine andere ist als die Dir vertraute Umgebung Deines Trainingsraumes. Das ist bei einem Neuling normal, und Du wirst Dich allmählich einfinden und sicherer werden. Obwohl einige Liners Tänze vom Zuschauen mitlernen können, solltest Du das mit einem unbekannten Tanz bei Deinem ersten Besuch nicht im Inneren eines Tanzverbandes versuchen, weil es andere zu sehr stören oder sogar behindern könnte. Besser ist, von außen zuzuschauen und an einer Stelle, an der Du niemandem im Weg bist, ein erstes Mal mitzuüben. Dabei besteht Gefahr, dass Du in Deinem Eifer und weil Du es aus Deinem Training nicht gewohnt bist, Couple-Tanzpaare auf der äußeren Bahn (gedachte ca. 1 m breit) nicht kommen siehst. Wenn Dich also ein Tanzpaar freundlich anruft und um Platz bittet, unterbreche Deine Tanzübung und trete zurück. Beim Segeln heißt dieser Ruf nach Platz barsch und laut (und manchmal auch leicht verzweifelt, weils gleich kracht) "Raum!" - vielleicht findet sich im Laufe der Fibelentstehung eine höflichere Phrase für die Aussenbahn. |
| Ein ganz großes und aufregendes Erlebnis an diesem Abend wird aber Dein erster Old Barn Dance sein. Der heißt mit "richtigem" Namen Dick & Geneva's Western Barn Dance und wird gebräuchlich Barn Dance oder Old Barn Dance genannt, letzteres zur Unterscheidung vom New Barn Dance. Wenn der Old Barn Dance mit Wechsel angesagt und getanzt wird, wirst Du am Ende dieses Tanzes mit vielen, sehr vielen Fremden ein Schrittmuster getanzt haben, bevor Ihr zum nächsten Partner wechselt. Und weil dieser Wechsel in den letzten Jahren kaum noch klappt, weil viele Tänzer ihn nicht mehr lernen, sich deshalb nicht trauen, ihre Partner loszulassen, und die Wechsler deshalb keine freien Partner finden und erst lachend und dann mehr und mehr frustriert die Reihe der unzertrennlichen Paare entlangirren, endet Kapitel 2 zunächst hier. ***** Im Menü Old Barn Dance Choreo findest Du die Tanzbeschreibung von Bald Eagle. Im Menü Old Barn Dance wkw-Forum findest Du die bisherigen Forumeinträgen der WKW-Schreibprojektgruppe Line Dancer’s Freud/Leid zu diesem Thema, mit vorläufigem Open End. Die Forumdiskussion soll die Schwierigkeiten eines einheitlichen Tanzens deutlich machen, aber niemanden abschrecken. Und auch wenn das zunächst anders scheint: Der Old Barn Dance ist l e i c h t , macht Spass und ist sogar völlig ohne Tanzbeschreibung, allein vom Mittanzen, erlernbar ! Ein fröhliches Muss bei jeder Country Night, und alle, ALLE tanzen ihn und oft in mehreren Kreisen! Ein Tipp für Liner-Girls, die diesen Partner-Tanz als Mixer nur deshalb meiden, weil eventuelle „Problemzonen“ Fremden nicht preisgegeben werden sollen: Wie Ihr aus den Einträgen seht, gibt es verschiedene Arten, sich anzufassen, nicht nur um die Taillen, sondern stattdessen auch an den Händen, Ellenbogen und Schultern. Möchtet Ihr also keine besondere Nähe, reicht dem Cowboy beim Aufstellen bzw. Entgegenkommen einfach die Hände! Und wenn Ihr beim Wechsel für ein einziges Schrittmuster einem Partner begegnet, den Ihr überhaupt nicht mögt – führt die Schritte einfach ohne Berühren aus und geht dann zum Nächsten! Aber wer weiß, vielleicht hilft eine solche Begegnung ja auch, Abneigungen abzubauen. Der Old Barn Dance als Mixer ist spannend! Garantiert! Ilse Koempel und Peggy Rettig Im Oktober 2008-10-28 www.ilse-koempel.de Line Dance Fibel für Anfänger |
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