Besuch von Veranstaltungen - Werbung und Reservierung

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Die Verwendung von Bestandteilen der Fibel in anderen Veröffentlichungen mit Autoren- und Quellenangabe ist gestattet. Entsprechende Information ist erbeten.

Hinweis:

Auch dieses Kapitel ist veränderlich.
Ergänzungen besonders in den ersten beiden Wochen sind wahrscheinlich.
Hinweise in WKW-Foren oder per Email werden gerne berücksichtigt.


Aktuelle Fassung 21.10.08

Ergänzung (E) 1 E-Mail-News Letters 26.10.08

Line Dance Fibel - Ilse Koempel 

Besuch von Veranstaltungen


Werbung und Reservierung

Wir kennen sie alle, die mehr oder weniger aufwändigen, einfarbigen oder bunten Flyers (die wir Flyer nennen, deshalb auch im folgenden Text) mit Hinweisen auf Veranstaltungen in den nächsten Wochen oder Monaten, die im Laufe einer Country Night oder einer Line Dance Party von jeweiligen Clubmitgliedern auf den Tischen ausgelegt und sofort interessiert beäugt werden.

Wir können dann gleich im Kreis unserer Tanzfreunde besprechen, ob ein Besuch für uns infrage kommt, ob wir alle Zeit haben, oder ob wir das bei einem der nächsten Tanztrainingsabende und im Abgleich mit unseren Terminen außerhalb der Tanzszene konkreter diskutieren wollen.

Diese Flyer werden also gesammelt, besprochen, und wenn feststeht, wer mitgeht, übernimmt eine Person die telefonische oder Mail-Reservierung der Plätze bzw. eines Tisches.

Und dies möglichst früh, wenn besondere Wünsche erfüllt werden sollen wie

    „nah an der Band und nah an der Tanzfläche“
   (bedeutet nah an den Boxen
   und damit Toleranz höherer Lautstärke),

   „egal wo, Hauptsache nah an der Tanzfläche“, oder

   „in einem etwas leiseren Bereich, möglichst nah an der Tanzfläche“
   (leiser bedeutet meist entlang der Wände oder am Hallenende,
   da dort die Schall- und damit Druckwellen schwächer ankommen)

Der allgemeine Wunsch, nah an der Tanzfläche zu sitzen, ist die Kniffelfrage, die von den Veranstaltern zu lösen ist, und immer abhängig von der Räumlichkeit bzw. von der für ein Open-Air zur Verfügung stehenden Fläche.

Und ganz ehrlich: Veranstalter habens in der Beziehung nicht leicht! Vor allem nicht, wenn mit (Nach-)Druck reserviert wird (zwei Beispiele „Wenn wir diesen Platz nicht bekommen, kommen wir gar nicht!“ oder „Wir wollen nicht neben diesem oder jenem Club sitzen!“

Da diese Erwartungen in der Regel von größeren Gruppen ausgesprochen werden, auf deren Erscheinen großer Wert gelegt wird, kann es also gut sein, dass sich als pflegeleicht bekannte Gruppen häufig mit dem wandnahen Bereich von Hallen oder bei Open Airs im äußeren oder hinteren Bereich des Geländes begnügen müssen.

Das ist dann kein Problem, wenn es aus allen Bereichen bequeme Zugänge zur Tanzfläche gibt, also leicht erreichbare Korridore oder ausreichend Platz zwischen den Sitzreihen, ohne andere beim Durchstarten zur Tanzfläche zu berühren oder gar zum Aufstehen nötigen zu müssen.
 

Aber selbst das ist bei entsprechender Toleranz der „zwischen uns und der Tanzfläche“ sitzenden Gästen kein Problem, wenn sie auch mal mit einem Lächeln zeigen, dass sie sich von dem hinter ihnen herrschenden Durchgangsverkehr nicht gestört fühlen. Ich selbst habe noch nicht erlebt, dass jemand unwillig reagiert hat und reagiere selbst auch nicht genervt (sondern bin dankbar, dass ich selbst vorne sitze und den Vorteil des kurzen Weges habe).

Nachdem wir die Reservierung vorgenommen haben, erscheinen wir natürlich auch am Veranstaltungsabend in der angemeldeten Zahl. Falls sich schon vorher absehen lässt, dass nicht alle Plätze benötigt werden, geben wir selbstverständlich dem Veranstalter Bescheid. Dann wird die Vergabe dieser Plätze oder auch das Nichtbelegen (mit dem Vorteil von etwas mehr Bewegungs- und Taschenablageplatz für uns) davon abhängen, ob beim Veranstalter eine ungedeckte Nachfrage nach Plätzen besteht oder nicht.

Falls sich erst bei der Veranstaltung (durch Nichterscheinen, aus welchen Gründen auch immer) ergibt, dass reservierte Plätze freibleiben, können diese noch an der Kasse freigegeben werden für Besucher, die einzeln oder zu zweit ohne Reservierung erscheinen.

Haben wir in einem solchen Fall unbekannte „Gäste“ am Tisch, sind wir freundlich, stellen uns als direkte Gegenüber oder Seitennachbarn mit unseren Vornamen vor, und schließen sie nach Möglichkeit in unser freundliches Lächeln (und wenns Gemeinsamkeiten im Gespräch gibt, auch in dieses) ein.

 

Außer über die Flyer wird für Veranstaltungen auch auf Home Pages und E1 "E-Mail-News Letters" der Bands und Veranstalter geworben, und neuerdings auch durch WKW-„Events“.

Diese „Events“ verdienen eine besondere Erwähnung ihrer Vor- und Nachteile:

Als Vorteil wird das Bekanntmachen von Veranstaltungen in einem größeren Entfernungsradius empfunden. Denn: Country-Western-TänzerInnen fahren manchmal weit, sehr weit, bis zu mehreren hundert Kilometern, und zum Teil mit Wohnmobilen.

Ein nur vermeintlicher Vorteil ist die Zahl der jeweiligen Anmeldungen zu einem solchen Event.

 

Ein unerfahrener Veranstalter kann einen schweren finanziellen Verlust erleiden und seiner künftigen Motivation völlig beraubt werden, wenn er sich mit seinen Vorbereitungen auf WKW-Anmeldungen verlässt!
 

Beispiel:

Über 400 WKW-Mitglieder waren zu einem „Event“ angemeldet.

Rund 100 dieser WKW-Event-Teilnehmer haben über das „Anklicken“ der Eventteilnahme hinaus auch Platzreservierungen beim Veranstalter per Anruf oder Email vorgenommen (und sind auch alle gekommen). Rund 300 haben nicht ausdrücklich reserviert und sind auch nicht gekommen.

Die Country Night war dank der Erfahrenheit des Veranstalters ein voller Erfolg. Er hat das Angebot an Speisen und Getränken und die Bestuhlung für insgesamt 350 feste Reservierungen ohne Berücksichtigung eventueller weiterer Überraschungsgäste“ geplant.

Das soll aber nicht gleichzeitig heißen, dass Überraschungs- oder späte Gäste nicht willkommen sind.

Für ein oder zwei Personen findet sich immer ein Platz.

Bei mehreren Leuten vorsichtshalber mal anrufen und nach freien Plätzen fragen.

Und späte Gäste, die nach einem anderen Termin oder auch einer anderen Veranstaltung noch Lust auf eine Runde abtanzen und was zu trinken oder was zu essen (wenn die Küche noch offen ist) haben, sind immer willkommen. Da Liners manchmal weite Heimwege haben oder ihre Arbeit noch in der Nacht oder morgens früh beginnt, ist dann wieder etwas Platz, und die Band spielt gerne auch für Euch.
Obwohl die Kassen dann geschlossen sind, bleibt es Euch natürlich überlassen, eine moderate Spende dazulassen, wenns Euch gefällt.

Und natürlich besuchen wir unsere Veranstaltungen gegenseitig. Wenn unser Club oder Verein aus welchen Gründen auch immer bei den Veranstaltungen in der Region nicht zu sehen ist und somit auch nicht zum finanziellen Gelingen beiträgt, sollte es uns nicht wundern, wenn die betreffenden Clubs unserer eigenen Veranstaltung auch nicht besuchen . . .

Wenn Du wie ich zu einer Mini-Tanzgruppe gehörst, deren Mitglieder zum Teil Kinder in Betreuungsalter haben, gibst Du Dein Bestes und erscheinst eben auch mal allein oder zu Zweit. Wenn Du dann allerdings gefragt wirst, wo denn die nichttanzenden Mitglieder sind („Wir sehen doch bei Euren Veranstaltungen, dass Ihr Viele seid!“
gehen Dir die Entschuldigen aus, oder sagst ganz einfach ehrlich, dass die Anderen keine Lust haben (mögliche Wirkung siehe oben . . .)

Diese Präsenz bei anderen Veranstaltungen ist natürlich für Clubs mit sehr großen Mitgliederzahlen leicht. Da wird auch mal angegeben, wer wann wohin fährt, wenns mehrere Veranstaltungen am gleichen Tag gibt.

Zu diesen mehreren Veranstaltungen an einem Tag auch noch ein Wort:

Es gibt inzwischen Veranstaltungskalender auf zahlreichen Home Pages.
Diese Vielfalt birgt die Gefahr des Übersehens einer gleichwertigen Veranstaltung in relativer Nähe am gleichen Tag. Das heißt die erwünschten Gäste besuchen zum Teil die eine oder die andere Veranstaltung = die Veranstalter machen sich oft unbeabsichtigt Konkurrenz.

Das kann natürlich auch mit der Verfügbarkeit von Hallen oder Open-Air-Flächen zusammenhängen, die oft mit sehr langem Vorlauf reserviert werden müssen.

 

Ich möchte deshalb auf die Wichtigkeit eines Terminkalenders hinweisen, auf dem zuverlässig  a l l e  bereits fest geplanten Veranstaltungen nach Postleitzahlen notiert sind, und der deshalb eine große Hilfe für Veranstaltungen in Planung sein kann: den Veranstaltungskalender Country-Bea.de, der auch Kurzentschlossenen eine Übersicht aller Veranstalter in seiner Region bietet. Ein Veranstalter, der dies nicht berücksichtigt, kann schwer enttäuscht werden, wenn er unerfahren ist und von einer traditionellen und deshalb oft überregionalen Veranstaltung nichts weiß.

 

Und nach dieser grauen, aber wichtigen Theorie freuen wir uns auf den Besuch der nächsten Veranstaltung und damit auch die Frage: Was ziehe ich an?

Nächstes Fibel-Kapitel ab 28.10. ist deshalb:

Heute ist Country (Line Dance) Night!

 

Langen (Hessen) | Burn-Out-Syndrom