| D) Aufstellung in größeren Gruppen Aus Zeit- und Vermittlungsgründen scheint getrenntes Training für Anfänger und Fortgeschrittene die besten Ergebnisse zu bringen. (1) Gleiches Lernziel Bei größeren Gruppen mit gleichem Lernziel, und das können auch mal 50, 100, 200 oder noch mehr Personen sein, hängt es von den räumlichen Möglichkeiten ab, wie ein Ausbilder eine neue TB vermittelt. Gemeinsames Lernen ist gut möglich, wenn die Tanzfläche ausreichend groß ist und der Ausbilder entweder weil auf einer Bühne stehend von allen gut gesehen werden kann oder die Schritte zum Beispiel an 12 und 6 zeigt und wenn nötig auch in die Gruppe hineingeht, um die Ausführung der Tanzkommandos zu zeigen. Sehr hilfreich können dabei auch Helfer sein, die den Tanz bereits beherrschen und die Gruppe an mehreren Positionen durch korrekte Ausführung der Schritte synchron zu den meist über Head Set gegebenen Kommandos des Ausbilders unterstützen. Die Aufstellung während des Lernens ist immer locker und möglichst mit Blick auf den Ausbilder bzw. Helfer und deren Fuß- bzw. Körperbewegungen. Und da die Auffassungsgabe meist unterschiedlich ist, kann es für weniger Talentierte zusätzlich sehr hilfreich sein, sich in der Nähe von „Naturtalenten“ aufzustellen und beim anschließenden Tanzen von ihnen im Takt und mit den richtigen Drehungen mitgeführt zu werden. Außer der oben beschriebenen Trainingsmethode sind auch andere üblich, zum Beispiel ein Wechsel der Aufstellungsreihen, wobei je nach Gruppengröße eine oder mehrere Reihen nach vorn wechseln und die Instruktion wiederholt wird. Ebenfalls üblich ist eine Aufteilung in zwei Gruppen, bei denen eine jeweils Pause hat. Dazu einige Bemerkungen unter „Warm-Up“. (2) Unterschiedliches Lernziel für Anfänger und Fortgeschrittene
Ein Nachteil hierbei ist die jeweils zur Verfügung stehende „halbierte“ Zeit. Der Zeitnachteil kann zum Teil ausgeglichen werden, wenn beide Gruppen gleichzeitig unterschiedliche Choreografien zum gleichen Song erlernen. Die Schwierigkeiten dabei sind die erhöhte Anforderung an meist einen Ausbilder, die Auswahl geeigneter Songs und Choreografien, und die unvermeidliche gegenseitige Ablenkung durch unterschiedliche Schritte und Tanzrichtungen und der dadurch möglicherweise entstehende Platzmangel (dazu mehr unter Veranstaltungen, Tanzen unterschiedlicher Choreos). Die andere und häufigste Trainingsart bei unterschiedlichen Lernzielen ist die Aufteilung des in der Regel 2 bis 2 1/2stündigen Trainings in zwei Hälften. Dabei ist meist der erste Trainingsteil für Anfänger und der zweite für Fortgeschrittene vorgesehen. Und die "Härtemethode" ist, Anfänger in die erste Reihe vor oder zwischen Fortgeschrittene zu stellen und die fortgeschrittenen Choreos mitüben zu lassen . . . (3) Warm-Up und Überbrückungszeit
Aus zwei unterschiedlichen Trainingszeiten ergibt sich allerdings als nächste Schwierigkeit das für die Fortgeschrittenen unterbrochene Warm-Up nach dem gemeinsamen Tanzen leichter und gut beherrschter Choreos. Diese freie Zeit für Fortgeschrittene kann deshalb für die Verbesserung schwieriger Schrittkombinationen oder Körperhaltungen genutzt werden. Dies erfolgt möglichst etwas abseits der Anfängergruppe oder in einem anderen Raum. Die Anfängergruppe wiederum kann während des anschließenden Trainings der Fortgeschrittenen zur Verbesserung des Taktgefühls und visuellen Aufnahme einfacher Schritte anspruchslos mitüben und auch anschließend „mittanzen“, ohne im Weg zu sein und ohne den Anspruch, sich die fortgeschrittene Choreo merken zu wollen oder zu sollen. Und da hier eine Lernfibel für Anfänger entsteht, wird im folgenden Teil eine praktische Anleitung am Beispiel des Little Tattoo beschrieben. E) Praktisches Anfänger-Training Tanz: Little Tattoo (maxwell)
Song: Your Tattoo (CW) Sammy Kershaw, Album Chapter 1, z.B. bei Amazone Beginner 32 counts, keine Brücken, keine Neustarts Zur Einstimmung der YouTube-Song-Clip mit Sammy Kershaw:
XXXX HIER KLICKEN ZUM SONG VIDEO XXXX Der Little Tatto ist das „Gruppenbaby“ des Line Dancer’s Freud/Leid-Schreibprojektes im WKW. Meine Ausbilderin Peggy hat das YouTube-Video getanzt, und als freundlicher Unterstützer auch der Ausbilder Gerd mit seiner Fortgeschrittenen-Gruppe vom TeXas-Saloon Frankfurt.
Hiermit lade ich Euch also ein zu einer Trainingsstunde mit Peggy, Udo und den Heart Liners sowie einigen Gasttänzerinnen aus einem Frankfurter Club. Und da dies hier kein Sachbuch ist und auch den Spaß und die Lockerheit unseres Trainings vermitteln soll, treffen wir uns um halb Acht vor dem Eingang unseres Bürgerhauses, in dem wir in einem kleinen Saal im ersten Stock einmal wöchentlich kostenlos trainieren dürfen. Zur Begrüssung also „Country-Küsse“ = herzliche Umarmungen und gleichzeitiges Berühren mit spitzen Mündern erst der rechten Wangen, d.h. Kopf wird etwas nach links gedreht, und dann der linken Wangen (Reihenfolge ist wichtig, wenn man sich n i c h t versehentlich auf den Mund küssen oder erst nach mehreren Versuchen die jeweils passende Wange berühren will). Im Saal oben heben wir Klapptische vom Stapel und stellen sie auf, eine ausreichende Zahl Stühle ebenfalls, und damit hat die Aufwärmphase bereits begonnen. Nach dem großzügigen Verteilen mitgebrachter Süßigkeiten auf den Tischen und zur Vermeidung von längeren Unterhaltungen (in Hessisch: Lang Gebabbel) wird möglichst sofort die allererste Lern-CD eingelegt und gemeinsam Swinging & Co getanzt. Peggy beginnt mit der allgemeinen Erklärung von Schritten aus der Tanzbeschreibung. Da zwei Tänzerinnen erst seit zwei Wochen bei uns sind, zeigt sie zur Vorbereitung künftigen Trainings auch die verwandten Schritte in loser Reihenfolge. Sie hatte mir die Ausführung und Belastung am Nachmittag in meinem Flurbüro in den PC diktiert, und die „Neuen“ werden einen Ausdruck davon später zusammen mit einer ausgedruckten Tanzbeschreibung mit nach Hause nehmen können (die Schrittbeschreibungen stehen als Anlage bei diesem Kapitelabschnitt auf der HP, die Tanzbeschreibung im Menü LD Beginner Charts bei Little Tattoo, und sowieso bei Bald-Eagle.de und anderen Internet-Archiven). Die heute zum ersten Mal vorgenommene Vermittlung der Einzelschritte und einiger Verbindungen vor der eigentlichen Tanzbeschreibung bewährt sich sehr. Die 8er Sequenzen werden dann sehr schnell begriffen - und nicht nur dem „Trockendurchgang“ auch gleich mit einem Erfolgserlebnis getanzt, sondern nach der folgenden Pause und aogar nach Ende des Trainings muss der Little Tattoo „unbedingt“ noch mal getanzt werden und wird inzwischen von allen mit einem Juchzer beim abschliessenden Brush beendet. Hier das YouTube-Video mit Peggy! Beide YouTube-Videos und die Tanzbeschreibung können auch auf der Startseite in der LD Beginner Chart (ohne Rangwertung) mit Menüpunkt Little Tattoo aufgerufen werden. Und ein Tipp für die, denen dieser moderne 32er auch so gut wie uns gefällt: Der Bumper Sticker zum Song Honk If You Honky Tonk von George Strait ist auch ein 32er von Maxwell, ebenfalls ohne Brücken und Neustarts, genau so frisch und mit 157 Beats auch recht flott, und in kürze wird’s dazu auch ein Tanzvideo geben. Ilse Koempel 23. September 08
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