Tanztraining Teil 2

Der private Ausdruck von Fibelinhalten und die Verlinkung auf diese Homepage
ist ausdrücklich gestattet.

Die Verwendung von Bestandteilen der Fibel in anderen Veröffentlichungen mit Autoren- und Quellenangabe ist gestattet. Entsprechende Information ist erbeten.

Hinweis:

Auch dieses Kapitel ist veränderlich.
Ergänzungen besonders in den ersten beiden Wochen sind wahrscheinlich.
Hinweise in WKW-Foren oder per Email werden gerne berücksichtigt.


Aktuelle Fassung 21.10.08

Line Dance Fibel - Ilse Koempel

Tanztraining Teil 2


      A) Allgemein

      B) Ausbilder

      C) Anfänger

      D) Aufstellung bei größeren Gruppen

      E) Praktisches Training TB Little Tattoo

 

A) Allgemein

    Das folgende Kapitel ist als Entwurf gedacht und fasst alle in den letzten Monaten erhaltenen Forum- und externen Informationen sowohl von „freien“ Liners und Ausbildern, aber auch von verschiedenen dem Bundes-Tanzsportverband für Country Western Tanzarten (BfCW) angehörenden Liners und Ausbildern zusammen.

    Ein bestimmtes vorzuziehendes Trainingsschema ergibt sich aus den Einträgen nicht und ist auch von vielen Faktoren abhängig, z.B. der Anzahl der trainierenden Liners, ob Anfänger, Fortgeschrittene und „Starliners“ von einem Trainer allein und oft sogar gleichzeitig trainiert werden, von den unterschiedlichen Lern- bzw. Geselligkeitszielen usw.

     Da meine Fibel freien Änfänger-Liners einige der üblichen Verwirrungen abkürzen soll, bezeichne ich die fähigen und meist auch geduldigen Menschen, die uns Tanzschritte und Verhaltensregeln vermitteln, ganz profan als „Ausbilder“.Und da über Country-Western-Tanzarten berichtet wird, verwende ich in diesem und anderen Kapiteln wegen meiner persönlichen Vorliebe auch einige Begriffe aus dem Country-Western-Bereich.

    Ihr habt also die Einleitung zur Line Dance Fibel weiter vorne bereits gelesen, euch wieder- und bereits eine Trainingsgruppe gefunden.


B) Ausbilder

   Damit meine Schreibe und damit auch das Lesen möglichst einfach bleibt, verwende ich den Begriff Ausbilder in der männlichen Form. Ich denke, dass die Girls inzwischen alle ausreichend emanzipiert und selbstbewusst sind, das gelassen zu akzeptieren.

    Die mir bekannten Bezeichnungen für Ausbilder (an dieser Stelle völlig ohne Berücksichtigung unterschiedlicher Qualifikationen) sind Tanzlehrer, Teacher, Trainer und (Dance) Instructor sowie Big Boss Udo und Kleines Helferlein Peggy (psst – soll ich nicht erwähnen, tues aber trotzdem: frühere erfolgreiche Turniertänzerin und ehemalige Übungsleiterin mit „Schein“), die uns mit einem lauten „Auseinander, Ihr Zwei!!! in verschiedene Ecken schickt, wenns hinter ihr zu munter wird, und denen hier im Namen unserer Tanzgruppe der „Instructor i.F. (in Freundschaft)“ für Lockerheit und unendliche Geduld verliehen werden soll!

    Eine „Ausbilderkarriere“ beginnt meist mit einer Teilnahme an einem Anfängerkurs. Für Cowboys erfolgt diese Teilnahme in der Regel – es gibt immer Ausnahmen - auf mehrfachen Wunsch eines einzelnen Cowgirls, was im Übrigen für jeden Tanzkurs zu gelten scheint.

    Ab diesem Grundkurs teilen sich bereits die Wege. Besonderen Talenten ist dann schon möglich, Unterricht zu geben. Meist folgt jedoch eine Zeit des Fortgeschrittenen-Trainings, Tanzen auf Veranstaltungen, Vorführungen vor Publikum, oft Jahre, bis in dem einen der Wunsch erwacht, selbst eine Gruppe zu leiten, und ein anderer vielleicht für einen aus welchen Gründen auch immer abhanden gekommenen Ausbilder einspringt.

    Da mich seit meiner Zuschauerteilnahme am Breitensportturnier Mitte und Süd vor kurzem in Gross-Gerau die Verbandsarbeit näher interessiert, fiel mir das scheinbar gänzliche Fehlen öffentlicher Werbung auf. Inzwischen lädt ein verbandorganisierter Club regionale Interessenten zu einem Arbeitskreis ein. Dazu für die Liners, die sich für die Gründung eines Sportvereines e.V. als Voraussetzung der Mitgliedschaft im BfCW näher interessieren oder überlegen, einem solchen beizutreten, aber Informationen nicht über die WKW-Foren beziehen können, in späteren Kapiteln noch etwas mehr Information, die hoffentlich mit weiterer qualifizierter Unterstützung aus dem Verband erarbeitet werden oder durch einen Beitrag eines Verbandsmitgliedes vermittelt werden kann. Die Ausbilder im Tanzsportverband qualfizieren sich durch verbandsinterne Trainer-Aus- und Fortbildungen.

    Bleiben wir aber in dieser Anfänger-Fibel bei den Just-For-Fun-Tanzgruppen:

    Eine größere Anzahl von Learners benötigt neben deutlicher Vermittlung von Tänzen eine starke Leitung. Wer lange Diskussionen um Vorschläge und Auswahl von Tänzen kennt, kennt auch die damit zusammenhängende Problematik von manchmal tiefem Beleidigtsein und künftigem Fernbleiben von Learners, die sich bei der Festlegung nicht durchsetzen konnten.

    Deshalb wählt ein Ausbilder die Tänze möglichst nicht ausschließlich nach persönlichen Vorlieben, sondern ausgewogen aus. Falls deutlich ist, dass einzelne Vorlieben von Tanzgruppenmitgliedern nicht mit den Interessen der Mehrzahl harmonieren, wird von verbalen und emotionalen Überzeugungskämpfen ab- und einem zügigen Tanzgruppenwechsel zugeraten, bevor Freundschaften manchmal für immer zerbrechen oder sogar Feindschaften entstehen.

    Einen hohen Anspruch an die Führungsstärke eines Ausbilders stellt auch die Erhaltung der allgemeinen Aufmerksamkeit während eines Trainings. Wenn ein Ausbilder Unterhaltungen zwischen Liners auf der Tanzfläche oder auch im Zuschauerbereich oder Zwischenunterrichte von wohlmeinenden „Co-Trainern“ in den Reihen nicht konsequent unterbindet, haben er und die Gruppe das Nachsehen durch mangelnde Konzentration und erforderliche Wiederholungen.

    Nicht selten bemängelte Ausbilderschwäche ist die mangelnde Beherrschung eines Tanzes vor Weitergabe an die Trainingsgruppe.

     Für Learners ist es sehr schwierig, nach konzentriert aufgenommenen falschen Schritten und manchmal sogar nach mehreren falschen Korrekturen die dann als richtig herausgefundenen Schritte zu behalten.

 

C) Anfänger

    Der Begriff Anfänger (Learner) steht in dieser Fibel für den Lernwilligen, der völlig ohne Vorkenntnisse ein Tanztraining besucht oder an seinem ersten Anfängerkurs teilnimmt. Die Bezeichnung „erster Anfängerkurs“ deutet bereits darauf hin, dass mehrere oder die Wiederholung von Anfängerkursen keine Ausnahmen sind.

    Und ich empfehle gerne auch Fortgeschrittenen, die mit dem oft als zu ehrgeizig und damit zu anstrengend empfundenen Lerntempo ihrer Gruppen nicht (mehr) glücklich sind, eine oder mehrere Stufen zurückzuschrauben und sich den Spaß und die entspannte Geselligkeit bei leicht erlernbaren Anfängertänzen zu gönnen. Diese Empfehlung gilt auch für Wiedereinsteiger nach Tanzpause und für Liners mit wenig möglicher Trainingszeit.

    Und falls es sich noch nicht allgemein herumgesprochen hat: Außer den gefühlt hundertjährigen Anfängerklassikern Swinging, Electric Slide & Co (die allerdings zu Songs in langsamerem Tempo immer passen und gemeinsames Tanzen vieler Liners auf engem Raum ermöglichen) gibt es auch schöne moderne Choreografien zu neuen Songs in mittlerem Tempo! Auch wenn manche die gefürchtet-gehaßten „Brücken“ haben!

    Ungeliebte Brücken-Choreos (und vor allem welche nach dem 16. Durchgang … viel Spaß beim Zählen!) könnt ihr wieder vergessen. Und für die schönen steht ihr sowieso auch beim Tanzen draußen immer wieder spontan wie an der Schnur gezogen auf und übt sie so lange, bis Ihr sie könnt!
 
    Da ausnahmslos ALLE Themen des CW-Tanzes nicht so leicht im gesamten Zusammenhang zu erklären sind wie es mir im Frühjahr bei Beginn dieses Projektes als sehr naive Unwissende zunächst schien, wende ich mich in dieser Fibel mit der näheren Erklärung von Verhaltensempfehlungen ausschließlich an die Anfänger, die von ihren Tanzlehrern (noch) nicht mit allen Feinheiten des guten allgemeinen Benehmens auf Tanzböden und bei Tanzveranstaltungen vertraut gemacht wurden.

    Verschiedene wünschenswerte Verhaltenstugenden wurden schon in Teil 1 genannt. Wie wichtig genaues Zusehen UND Zuhören ist, wird in diesem Kapitel vertieft.

    Wir nehmen an, unser Ausbilder vermittelt uns die Theorie vor der Praxis, und stellen uns locker und mit Sicht auf die Ausbilderstiefel hinter dem Ausbilder auf.

    Er sagt langsam und deutlich die jeweiligen Kommandos mündlich an, zeigt dabei die für den kommenden Tanz benötigten Schritte mit den Füßen und erklärt die jeweils nötige Be- bzw. Entlastung zur „anatomischen“ Ausführung, d.h. zur Ermöglichung eines Tanzablaufes ohne Gelenkverdrehungen und richtigen Gewichtsverlagerung zur „Freihaltung“ des richtigen Fußes für den nächsten Schritt.

    Bei schwierigen Übergängen ist es hilfreich, auch diese vor dem durchgehenden Tanzen zu üben.

    Nach Vermittlung der Schritte und ihrer Aneinanderreihung tanzen wir sie dann unter Ansage der Kommandos zusammenhängend „trocken“ (ohne Musik) über alle vier Wände (1, 2, 3, 4), Uhrzeiten (12, 3, 6, 9) oder Himmelsrichtungen (N, O, S, W). Diese Richtungen können durch Schilder an den Wänden oder einfache Aufsteller vor den Wänden oder bei sehr großen Räumen auch in der Nähe der genutzten Fläche benannt werden. Anfängern gelingt es in der Regel noch nicht, Richtungswechsel oder Full Turns im Tanz allein durch Ansage sicher umzusetzen.
Wer über das Glück einer Anlage verfügt, mit der Musik gepitcht werden kann (langsameres oder schnelleres Abspielen) kann bei schnelleren Tänzen gleich zum verlangsamten Originalsong üben. Wer wie unser Club mit einer haushaltsüblichen CD-Kassetten-Radio-Kombi übt, kann sich gut helfen, indem zunächst auf ein anderes, langsameres Lied getanzt wird (und selbstverständlich sind alle Übungskurse für eine moderate Monatspauschale bei der GEMA angemeldet).

    Beim späteren dringend anzuratenden Üben auch außerhalb des gemeinsamen Trainings nach schriftlicher Tanzbeschreibung, per Telefonunterstützung oder durch Bildschirmablesen zu Hause kann die Festlegung der gleichen Startrichtung wie im Trainingsraum die Orientierung bei Turns erleichtern.

                                                          * * * * *

    In diesem Zusammenhang auch gleich eine wichtige Verhaltensempfehlung für ein entspanntes Miteinander beim gemeinsamen Tanzen:

    Bei versehentlicher Kollision mit einem anderen Tänzer wird nicht diskutiert, wer was falsch gemacht haben könnte, sondern Beide sagen ein höfliches „Entschuldigung!“, „Sorry!“, „Pardon Me!“ „keine Absicht!“ oder was sonst am leichtesten über die Lippen geht, und tanzen ohne Aufenthalt (und wenns aus Sympathiegründen möglich ist) auch einem freundlichen Lächeln zügig weiter.

    Unter guten (Tanz-)Freunden können andere Regeln gelten, da reicht auch ein Lachen oder auch ein Schubsen in die richtige Richtung.

    Zum Schubsen allgemein: Wenn Dich jemand SANFT in die richtige Richtung dirigiert, zum Beispiel wenn Du versehentlich rückwärts statt vorwärts oder nach Links statt nach Rechts gehst, vermeidet Dein „Unterstützer“ zum einen ungewollte Belastung seiner Füße durch Deine und hilft Dir gleichzeitig auch, nicht aus dem Tanzfluss zu geraten. Nehme diese unauffällige Hilfe dankbar an und sag das ruhig auch mal nach dem Ende des Tanzes!

   Und wenn Dich jemand unsanft wegdrückt oder gar rempelt: Tanze weiter und bitte später den Veranstalter um positive Einwirkung auf den Rüpel.

    Guter Stil und die höhere Wahrscheinlichkeit auf Erfolg ist dabei,  jemanden leise zur Seite und besser noch in einen anderen Raum oder nach draussen zu bitten, ihm dadurch Aufmerksamkeit und Peinlichkeit zu ersparen (die meist zu unwilligen Reaktionen führt), und dort freundlich den Fehler zu erklären.

                                                          * * * * *

 

D)  Aufstellung in größeren Gruppen

    Aus Zeit- und Vermittlungsgründen scheint getrenntes Training für Anfänger und Fortgeschrittene die besten Ergebnisse zu bringen.

(1)  Gleiches Lernziel

    Bei größeren Gruppen mit gleichem Lernziel, und das können auch mal 50, 100, 200 oder noch mehr Personen sein, hängt es von den räumlichen Möglichkeiten ab, wie ein Ausbilder eine neue TB vermittelt.

    Gemeinsames Lernen ist gut möglich, wenn die Tanzfläche ausreichend groß ist und der Ausbilder entweder weil auf einer Bühne stehend von allen gut gesehen werden kann oder die Schritte zum Beispiel an 12 und 6 zeigt und wenn nötig auch in die Gruppe hineingeht, um die Ausführung der Tanzkommandos zu zeigen.

    Sehr hilfreich können dabei auch Helfer sein, die den Tanz bereits beherrschen und die Gruppe an mehreren Positionen durch korrekte Ausführung der Schritte synchron zu den meist über Head Set gegebenen Kommandos des Ausbilders unterstützen.

    Die Aufstellung während des Lernens ist immer locker und möglichst mit Blick auf den Ausbilder bzw. Helfer und deren Fuß- bzw. Körperbewegungen. Und da die Auffassungsgabe meist unterschiedlich ist, kann es für weniger Talentierte zusätzlich sehr hilfreich sein, sich in der Nähe von „Naturtalenten“ aufzustellen und beim anschließenden Tanzen von ihnen im Takt und mit den richtigen Drehungen mitgeführt zu werden.

    Außer der oben beschriebenen Trainingsmethode sind auch andere üblich, zum Beispiel ein Wechsel der Aufstellungsreihen, wobei je nach Gruppengröße eine oder mehrere Reihen nach vorn wechseln und die Instruktion wiederholt wird.

    Ebenfalls üblich ist eine Aufteilung in zwei Gruppen, bei denen eine jeweils Pause hat. Dazu einige Bemerkungen unter „Warm-Up“.


(2)  Unterschiedliches Lernziel für Anfänger und Fortgeschrittene

    Ein Nachteil hierbei ist die jeweils zur Verfügung stehende „halbierte“ Zeit.

    Der Zeitnachteil kann zum Teil ausgeglichen werden, wenn beide Gruppen gleichzeitig unterschiedliche Choreografien zum gleichen Song erlernen.

    Die Schwierigkeiten dabei sind die erhöhte Anforderung an meist einen Ausbilder, die Auswahl geeigneter Songs und Choreografien, und die unvermeidliche gegenseitige Ablenkung durch unterschiedliche Schritte und Tanzrichtungen und der dadurch möglicherweise entstehende Platzmangel (dazu mehr unter Veranstaltungen, Tanzen unterschiedlicher Choreos).

    Die andere und häufigste Trainingsart bei unterschiedlichen Lernzielen ist die Aufteilung des in der Regel 2 bis 2 1/2stündigen Trainings in zwei Hälften. Dabei ist meist der erste Trainingsteil für Anfänger und der zweite für Fortgeschrittene vorgesehen.

    Und die "Härtemethode" ist, Anfänger in die erste Reihe vor oder zwischen Fortgeschrittene zu stellen und die fortgeschrittenen Choreos mitüben zu lassen . . .


(3)  Warm-Up und Überbrückungszeit

    Aus zwei unterschiedlichen Trainingszeiten ergibt sich allerdings als nächste Schwierigkeit das für die Fortgeschrittenen unterbrochene Warm-Up nach dem gemeinsamen Tanzen leichter und gut beherrschter Choreos.

    Diese freie Zeit für Fortgeschrittene kann deshalb für die Verbesserung schwieriger Schrittkombinationen oder Körperhaltungen genutzt werden. Dies erfolgt möglichst etwas abseits der Anfängergruppe oder in einem anderen Raum.

    Die Anfängergruppe wiederum kann während des anschließenden Trainings der Fortgeschrittenen zur Verbesserung des Taktgefühls und visuellen Aufnahme einfacher Schritte anspruchslos mitüben und auch anschließend „mittanzen“, ohne im Weg zu sein und ohne den Anspruch, sich die fortgeschrittene Choreo merken zu wollen oder zu sollen.

    Und da hier eine Lernfibel für Anfänger entsteht, wird im folgenden Teil eine praktische Anleitung am Beispiel des Little Tattoo beschrieben.

 

E) Praktisches Anfänger-Training


    Tanz: Little Tattoo (maxwell)

    Song: Your Tattoo (CW)
             Sammy Kershaw, Album Chapter 1, z.B. bei Amazone

             Beginner 32 counts,
             keine Brücken, keine Neustarts


Zur Einstimmung der YouTube-Song-Clip mit Sammy Kershaw:
  

XXXX HIER KLICKEN ZUM SONG VIDEO XXXX


    Der Little Tatto ist das „Gruppenbaby“ des Line Dancer’s Freud/Leid-Schreibprojektes im WKW. Meine Ausbilderin Peggy hat das YouTube-Video getanzt, und als freundlicher Unterstützer auch der Ausbilder Gerd mit seiner Fortgeschrittenen-Gruppe vom TeXas-Saloon Frankfurt.

    Hiermit lade ich Euch also ein zu einer Trainingsstunde mit Peggy, Udo und den Heart Liners sowie einigen Gasttänzerinnen aus einem Frankfurter Club. Und da dies hier kein Sachbuch ist und auch den Spaß und die Lockerheit unseres Trainings vermitteln soll, treffen wir uns um halb Acht vor dem Eingang unseres Bürgerhauses, in dem wir in einem kleinen Saal im ersten Stock einmal wöchentlich kostenlos trainieren dürfen.

    Zur Begrüssung also „Country-Küsse“ = herzliche Umarmungen und gleichzeitiges Berühren mit spitzen Mündern erst der rechten Wangen, d.h. Kopf wird etwas nach links gedreht, und dann der linken Wangen (Reihenfolge ist wichtig, wenn man sich  n i c h t  versehentlich auf den Mund küssen oder erst nach mehreren Versuchen die jeweils passende Wange berühren will).

    Im Saal oben heben wir Klapptische vom Stapel und stellen sie auf, eine ausreichende Zahl Stühle ebenfalls, und damit hat die Aufwärmphase bereits begonnen. Nach dem großzügigen Verteilen mitgebrachter Süßigkeiten auf den Tischen und zur Vermeidung von längeren Unterhaltungen (in Hessisch: Lang Gebabbel) wird möglichst sofort die allererste Lern-CD eingelegt und gemeinsam Swinging & Co getanzt.

    Peggy beginnt mit der allgemeinen Erklärung von Schritten aus der Tanzbeschreibung. Da zwei Tänzerinnen erst seit zwei Wochen bei uns sind, zeigt sie zur Vorbereitung künftigen Trainings auch die verwandten Schritte in loser Reihenfolge. Sie hatte mir die Ausführung und Belastung am Nachmittag in meinem Flurbüro in den PC diktiert, und die „Neuen“ werden einen Ausdruck davon später zusammen mit einer ausgedruckten Tanzbeschreibung mit nach Hause nehmen können (die Schrittbeschreibungen stehen als Anlage bei diesem Kapitelabschnitt auf der HP, die Tanzbeschreibung im Menü LD Beginner Charts bei Little Tattoo, und sowieso bei Bald-Eagle.de und anderen Internet-Archiven).

    Die heute zum ersten Mal vorgenommene Vermittlung der Einzelschritte und einiger Verbindungen vor der eigentlichen Tanzbeschreibung bewährt sich sehr. Die 8er Sequenzen werden dann sehr schnell begriffen - und nicht nur dem „Trockendurchgang“ auch gleich mit einem Erfolgserlebnis getanzt, sondern nach der folgenden Pause und aogar nach Ende des Trainings muss der Little Tattoo „unbedingt“ noch mal getanzt werden und wird inzwischen von allen mit einem Juchzer beim abschliessenden Brush beendet.

Hier das YouTube-Video mit Peggy!

   Beide YouTube-Videos und die Tanzbeschreibung können auch auf der Startseite in der LD Beginner Chart (ohne Rangwertung) mit Menüpunkt Little Tattoo aufgerufen werden.

   Und ein Tipp für die, denen dieser moderne 32er auch so gut wie uns gefällt:

   Der Bumper Sticker zum Song Honk If You Honky Tonk von George Strait ist auch ein 32er von Maxwell, ebenfalls ohne Brücken und Neustarts, genau so frisch und mit 157 Beats auch recht flott, und in kürze wird’s dazu auch ein Tanzvideo geben.

 


Ilse Koempel
23. September 08

 

Line Dance Schritte    Steps


SCHRITT VOR ODER ZURÜCK - STEP FORWARD OR BACK

Du stehst auf einem Fuß und machst mit dem anderen
Einen Schritt nach vorne oder hinten

Gewicht wechselt dabei von einem auf den anderen Fuß,
d.h. Du stellst Dich dann auf den Fuß, der den Schritt
gemacht hat


Das Gleiche gilt für Schritte    
Zur Seite      SIDE STEP

oder schräg     

EIN SCHRITT /  STEP ZÄHLT 1 COUNT


WIEGESCHRITT - ROCK STEP

Du stehst auf einem Fuß, machst mit dem anderen einen Schritt nach vorne oder hinten mit Gewichtsverlagerung wie beim Step, hebst aber nur Ferse oder Spitze des Standfußes. Beim zweiten Teil dieses Schrittes wechselst Du das Gewicht wieder auf den Anfangsstandfuß.

Beim seitlichen Rockstep hebst Du statt Spitze oder Ferse nur die Außenseite des jeweils nicht belasteten Fusses.

DER WIEGESCHRITT / ROCK STEP ZÄHLT 2 COUNTS



DOPPELTER WIEGESCHRITT - ROCKING CHAIR (Schaukelstuhl)

Du machst zwei Wiegeschritte hintereinander, erst einen nach vorne, dann einen nach hinten.

DER DOPPELTE WIEGESCHRITT ZÄHLT 4 COUNTS


½ DREHUNG - ½ PIVOT

Du stehst auf einem Fuß, machst mit dem anderen einen Schritt nach vorne oder hinten (wie SCHRITT / STEP). Dann hebst Du beide Fersen an und drehst auf beiden Fußballen über den Fuß, der hinten steht, um 180 Grad, blickst also damit in die entgegengesetzte Richtung.
Nach dieser Drehung liegt das Gewicht auf dem vorderen Fuß.

DIE HALBE DREHUNG ZÄHLT 2 COUNTS


KREUZENDE SCHRITTE NACH RECHTS - GRAPEVINE RECHTS

Du stehst auf dem linken Fuß, machst mit dem rechten Fuß einen Schritt nach rechts, kreuzt mit dem linken Fuß hinter Rechts, und verlagerst das Gewicht auf den linken Fuß.
Danach machst Du wieder einen Schritt mit Rechts nach rechts
und stellst den linken Fuß neben den rechten.
Das Gewicht ist am Ende auf dem rechten Fuß.

KREUZENDE SCHRITTE NACH LINKS - GRAPEVINE LINKS

Du stehst auf dem rechten Fuß, machst mit dem linken Fuß einen Schritt nach links, kreuzt mit dem rechten Fuß hinter Links, und verlagerst das Gewicht auf den rechten Fuß.
Danach machst Du wieder einen Schritt mit Links nach links
und stellst den rechten Fuß neben den linken.
Das Gewicht ist am Ende auf dem linken Fuß.

EIN GRAPEVINE ZÄHLT 4 COUNTS


AUFTIPPEN - TAP / TOE

Du stehst auf einem Fuß und tippst mit dem anderen Fußballen / Fußspitze neben den Standfuß, oder nach Vorne oder zur Seite oder nach Hinten.
Das Gewicht bleibt bei diesem Schritt auf dem Standfuß.

EIN TIP / TAP ZÄHLT 1 COUNT


MIT HACKE ÜBER DEN BODEN SCHLEIFEN - SCUFF


Du stehst auf einem Fuß, schwingst den anderen Fuß nach vorne und lässt dabei die Hacke am Boden schleifen.

EIN SCUFF HAT 1 COUNT


1/2 MONTEREY-DREHUNG RECHTS - ½ MONTEREY TURN RECHTS

Du stehst auf dem linken Fuß, machst mit Rechts einen Tap zur Seite.
Jetzt nimmst Du all Deine Energie zusammen und machst auf dem linken Fußballen eine halbe Körperdrehung nach rechts.
Dabei ziehst Du gleichzeitig den ausgestreckten rechten Fuß an den linken heran, stellst den Fuß ab und verlagerst das Gewicht darauf.
(Damit wird der linke Fuß frei für den nächsten Schritt.)

Jetzt tippst Du mit dem linken Fußballen nach Links, stellst den linken Fuß wieder bei und verlagerst das Gewicht darauf.
(Damit wird der rechte Fuß frei für den nächsten Schritt.)

EIN MONTEREY TURN ZÄHLT 4 COUNTS


     HITCH

Du stehst auf einem Fuß und hebst das andere Knie

EIN HITCH ZÄHLT 1 COUNT


Im August 2008-08-20
Peggy Rettig/Ilse Koempel

 

 

Langen (Hessen) | Burn-Out-Syndrom