5,6,7,8! Linedance! Kapitel 07: Teachen


Teachen


Wir nennen die charismatischen Menschen, die Linedance-Choreografien an Andere weitervermitteln, Lehrer, Teacher oder Trainer.

Sie haben Alle ein sicheres Musikempfinden, sind selbst sehr gute Tänzer und besitzen neben einer erforderlichen Portion Führungs-Authorität die Gabe, ihren Schülern die Freude am Lernen und Tanzen zu erhalten.

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In normalen Übungsstunden tanzt die Gruppe zur Einstimmung und zum Aufwärmen zunächst einige bereits gut bekannte Tänze. Einige Teacher kürzen die dazugehörige Übungsmusik, um möglichst viele Tänze wiederholen zu können.

Andere Teacher lassen in voller Länge tanzen, auch um das inzwischen bei vielen Choreografen populär gewordene Finish zur Blickrichtung nach vorn bei Tanzende zu üben.

Wieder andere Teacher bzw. Gruppen legen größeren Wert auf Unterhaltung und Geselligkeit und Lernen und Üben entsprechend.

Zu Beginn eines Workshops tanzt der Teacher einige Muster des neuen Tanzes zu Musik, um den Lernern ein erstes Empfinden für Takt und Ausführung zu vermitteln. Die Aufstellung der Lerner ist in lockerer Reihe, die Füsse stehen nicht geschlossen und bequem.

Der dann folgende Unterrichtsteil ohne Musik wird "trocken" genannt und unterscheidet sich im Lerntempo und der Wiederholungshäufigkeit entsprechend den Fähigkeiten der jeweiligen Schüler.

Zunächst werden die einzelnen Schritte entsprechend den Blockabschnitten der Tanzbeschreibungen erklärt und gezeigt, mit den Schülern geübt, und die einzelnen Blocks ausreichend oft wiederholt.

Insbesondere Anfängern und noch wenig erfahrenen Schülern wird auch durch Zählen der Schritte in Blocks ein Gefühl für die Vollständigkeit von Schrittkombinationen vermittelt.

Dann folgt die langsame Übung der nun von den Lernern bereits gemerkten kompletten Choreografie mit Ansage der Tanzkommandos. Diese Ansage ist eine besondere Kunst - sie erfolgt vor der eigentlichen Ausführung und hilft nicht nur der Erinnerung der Schüler, sondern schult sie auch im Vorausdenken für den jeweils nächsten Schritt und die für dessen Vorbereitung sinnvolle Fußposition und Körperhaltung.

Meist nach der Trockenübung des kompletten Tanzes und dem Neubeginn des Musters in neuen Blickrichtungen bei im Muster drehenden Tänzen werden Brücken oder Restarts erklärt und die Übergänge geübt. Hilfe für das spätere Tanzen ist das Aufmerksammachen auf Änderungen in der Musik vor den betreffenden Tanzpassagen.

Zur Vorbereitung auf einen vielleicht besonders schnellen Musiktakt werden auch die Wiederholungen im Trockenteil im Tempo gesteigert, und nach dieser gründlichen Übung sind die Schüler bereit zum Tanzen zur Musik.

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Besonders für noch wenig erfahrene Schüler, denen häufige Schrittkombinationen und Anpassung an Rhythmen noch nicht zur Selbstverständlichkeit geworden sind, kann dank Computerhilfe das Tempo fürs erste Tanzen leicht gedrosselt werden.

Das Programm Windows Media Player zum Beispiel bietet diese Möglichkeit. Über die Kopfleisten-Menüfolge Aktuelle Wiedergabe - Erweiterungen - Wiedergabegeschwindigkeit erscheint links unten ein Skalenregler auf dem Wert 1.0 = normal. Üblich ist die minimale Reduzierung auf 0,9 für eine Musikwiedergabe ohne Verzerrungen.

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Eventuelle kleine Schwächen beim ersten Tanzen zu Musik werden von Lehrern und auch von den Schülern selbst bemerkt und die Ausführung oder Erleichterungen noch einmal erklärt.

Bei vielen Country-Tänzern und insbesondere zum Tanzen zu traditioneller Country-Musik ist das Einhängen eines oder beider Daumen in Gürtel oder das Einstecken einer oder beider Hände etwa bis zu den mittleren Fingergliedern in die vorderen Jeans-Taschen beliebt.

Tanzsportnahe Tanzlehrer/Tänzer orientieren sich bei besonderen Körperspannungen und Bewegungen an verbandsüblichen Techniken/Ausbildungen.

Dann beginnt der eigentliche Tanzspass mit Erfolgserlebnis und oft auch folgender "Belohnung" der geduldigen Lehrer und der Schüler
J mit spontanem Applaus. Der neu gelernte Tanz wird im Verlauf der restlichen Übungszeit mindestens einmal und in den folgenden Wochen 6-8 Wochen regelmässig wiederholt. Wenn er kein aktueller Veranstaltungs-Tanzhits ist, wird er in der Folgezeit in längeren Abständen wiederholt und Vergessenes aufgefrischt.

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Bei den beliebten Workshops bei Veranstaltungen ist das Lerntempo schneller. Auch sind die Randbedingungen für Teacher und Lerner gelegentlich nicht optimal.

Teacher können zum besseren Gesehenwerden von bis zu mehreren hundert Lernern auf der Bühne stehen und dort durch Kabelverlegungen eingeschränkt sein. Oft unterstützen Vereins- oder Tanzfreunde inmitten oder an den Rändern der Workshop-Gruppe Teacher und Lerner.

Das erste Tanzen zu Musik erfolgt auch hier zu Konservenmusik. Bei Veranstaltungen mit Country-Bands haben die Lerner gelegentlich das Vergnügen, den neuen Tanz dann auch zum Live-Song zu tanzen.

Lerntempo, schlechte Sicht und das Ungewohnte bei Veranstaltungs-Workshops sind für Neulinge meist nicht geeignet.

Die teilnehmenden zahlreichen Tanzlehrer der Umgebung geben bei Gefallen eines Workshoptanzes diesen auch in der üblichen Form an ihre Schüler und unterstützen damit das gemeinsame Tanzen bei künftigen Veranstaltungen.

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Für größere Gruppen, in großen Räumen oder für Workshops im Freien werden Mikros/Headsets zur Schonung der Teacherstimme und fürs bessere Hören auch in hinteren Reihen verwendet.




 

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